Kurze Zusammenfassung der letzten beiden Preseason-Spiele der Rockets

So, nachdem ich die Spiele gegen die Grizzlies und Kings nun gesehen habe, gibt es etwas zeitversetzt noch ein kleines Review von mir.

Rockets @ Memphis (101:97):

Im zweiten Spiel gegen die Grizzlies in der diesjährigen Preseason wurde der zweite Sieg eingefahren. Offensiv war das mit Sicherheit das beste Spiel bisher. 18/28 Dreier sprechen da Bände. Positiv zu erwähnen sind da vor allem Aaron Brooks, Von Wafer und DJ Strawberry.

Während der pfeilschnelle Brooks die absolut grottige Grizzlies-Defense auf sich zog und dann entweder selbst scorte (14 Punkte) oder aber den freien Dreierschützen fand (9 Assists, die Mehrheit davon auf Von Wafer), netzten die Distanzschützen der Rockets fleißig von Außen ein. Gerade Von Wafer lief richtig heiß und konnte damit endlich mal zeigen, dass er eigentlich ein ziemlich guter Schütze ist. Am Ende standen für ihn 7/9 Dreier im Statistikbogen. Mit seinem schwierigen Dreier am Mann sorgte er zudem in den Schlussminuten für die Spielentscheidung.

DJ Strawberry, der ebenso wie Wafer noch um einen der letzten Plätze im Rockets-Roster kämpft, konnte durch ein sehr effizientes Spiel überzeugen. Er traf 3/5 Dreier und 9/11 Freiwürfe und rundete das Spiel durch solide Defense (3 Steals) und gänzlich fehlende Ballverluste ab. Nachdem er im letzten Spiel sich fast schon um einen Roster-Spot spielte, kann man dieses Spiel als so etwas wie eine Wiederauferstehung ansehen. Wetten würde ich aber trotzdem nicht auf ihn (Obwohl mir persönlich seine Athletik und seine Fähigkeit zum Korb zu ziehen und mit Kontakt abzuschließen ziemlich gut gefällt.).

Kings @ Rockets (90:95):

Nur ein Spiel später ging es gegen die Sacramento Kings. Von der brillianten Offensivleistung gegen die miese Grizzlie-Defense war plötzlich nicht mehr so viel zu sehen. Dennoch konnten die Rockets von Beginn an gegen die Kings überzeugen und schnell einen deutlichen Vorsprung herausspielen (52:37 zur Halbzeit).

Im dritten Viertel verloren die Rockets ein wenig den Faden und ließen die Kings wieder herankommen. Gerade Kevin Martin bereitete der Rockets-Defense arge Probleme. Im letzten Viertel war es dann Aaron Brooks, der die Rockets mit einer erneut überzeugenden Vorstellung zum Sieg führte.

Besonders interessant an diesem Spiel war, dass Coach Adelman mit Brooks und Alston im Backcourt ins Spiel startete. Besonders toll fand ich diese Combo aber nicht. Beide Spieler brauchen den Ball in ihren Händen, um ihre Rolle erfüllen zu können. Ich denke deshalb nicht, dass man diese Formation in der regulären Saison öfters sehen wird. Im Endeffekt ging es Adelman wohl darum, Brooks weiter in einer Scoring-Rolle zu testen. Es wird deshalb wohl darauf hinauslaufen, dass Aaron Brooks und Brent Barry zusammen die ersten Backups im Backcourt sein werden. Brooks soll dann die Scorer-Rolle übernehmen und mit seiner extremen Schnelligkeit punkten, während Barry bei Bedarf den Spielaufbau übernehmen kann und die von Brooks kreierten offenen Dreier versenkt.

Insgesamt kann man sagen, dass sich Aaron Brooks nach eher durchwachsenem Start in die Preseason in den letzten Partien etabliert hat. Die Fehlerquote ist merklich zurückgegangen und seine Schnelligkeit ist einfach eine gefährliche Waffe. Wenn er aus der Distanz in Zukunft die Konstanz zeigen kann, wie zuletzt, fühle ich mich in Sachen Backup-PG schon deutlich wohler.

Dieser Beitrag wurde am Montag, 20. Oktober 2008 um 01:07 Uhr in der Kategorie Houston Rockets, NBA veröffentlicht und bereits 667 x gelesen. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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