Mein US-Managerspiel-Team

Für diese Saison hab ich mir für das Zusammenstellen meines Teams für das Crossover US-Managerspiel im Gegensatz zur letzten Saison mal wieder etwas mehr Zeit genommen. Das war auch dringend nötig, da meine Position im All Time Ranking mittlerweile doch ganz schön mies ist (irgendwas um Platz 600). Lest im folgenden Beitrag für welche Spieler ich mich entschieden habe und warum.

Nun haben die meisten Teams bereits 5 - 6 Spiele in der neuen NBA-Saison absolviert und man kann somit auch schon in etwa die Qualität seines Teams bewerten.

Hier also mein Team:

Guards:

Dwyane Wade, 9.45 Mio $. Nach der verletzungsgeplagten Saison 2007/08 und den damit verbundenen nicht ganz so starken statistischen Leistungen (für Wades Verhältnisse) schien hier ein echter Punktegarant für einen relativ günstigen Preis zu haben zu sein. Im Normalfall konnte man zusätzlich noch von einer Wertsteigerung ausgehen. Bisher hat D-Whizzle auch nicht enttäuscht und seinen Schnitt um satte 10 FP/Spiel gesteigert, auch wenn man sicher nicht erwarten kann, dass er seine Steal- und Blockwerte dauerhaft bringen wird.

Jose Calderon, 7.26 Mio $. Auch der Spanier zählte für mich vor Saisonbeginn zur Kategorie “unterbewerteter Punktegarant”. Nachdem er letztes Jahr bereits seinen Durchbruch in die Point-Guard-Elite der NBA schaffte, schien die Wahrscheinlichkeit für eine noch bessere Saison aufgrund des Abganges von TJ Ford ziemlich groß. Bisher kann man bei einer Steigerung von 6 FP/Spiel absolut nicht meckern.

Luke Ridnour, 2.39 Mio $. Ridnour ist mein erster echter Sleeper im Team. Neu bei den Bucks per Trade angekommen und direkt den Starter-Posten nach einer durchwachsenen Vorsaison übernommen, da konnte ich zu dem Preis nicht nein sagen. Mittlerweile ist der Ex-Sonic trotz Rückenproblemen bei seinen gewohnten Leistungen angekommen. Wenn es so weiter geht kann man im Prinzip zufrieden sein.

Chris Duhon, 2.52 Mio $. Auf Duhon trifft Ähnliches zu wie auf Ridnour: frisch nach New York gewechselt und den Starter-Posten nach einer relativ schwachen Vorsaison übernommen. Auch hier konnte man kaum nein sagen. Dafür, dass er bisher ein ordentliches Plus in Sachen Spielzeit vorweisen kann, fällt der Leistungszuwachs von knapp 6.5 FP/Spiel beinahe zu gering aus.

Rudy Fernandez, 0.5 Mio $. Nach den starken Olympischen Spielen war der Spanier bei diesem Preis sicherlich kein Geheimtipp und sowas wie ein Standard-Sleeper, der in jedes Team gehört. So dann auch in meins und ich habe es bisher natürlich auch nicht bereut.

DeMarcus Nelson, 0.5 Mio $. Nachdem Monta Ellis im Sommer das Mofa-Fahren nicht lassen konnte und Marcus Williams sich bereits während der Preseason in Don Nelsons Hundehütte spielte, schien der Weg frei für den Rookie. Da ihm kurz vor Saisonbeginn die Starterrolle zugesagt wurde, hatte ich mich hier schon über einen echten Geheimtipp bei den Sleepern gefreut. Jemand, der den Unterschied zu den Top-Plätzen machen könnte, weil ihn nur wenige auf der Rechnung hatten. Im Nachhinein betrachtet war es allerdings ein Fehler, Nelson statt Mario Chalmers zu picken. Denn Nelson startete zwar bis zuletzt, sah jedoch trotzdem nur soviel Spielzeit wie ein normaler Bankspieler. Chalmers dagegen ist bei den Heat bisher ein Leistungsträger und bringt wesentlich bessere Leistungen. Klarer Fall, verspekuliert!

Forwards:

Kevin Durant, 6.28 Mio $. Nachdem Durant im Rookie-Jahr mit zunehmenden Saisonverlauf immer besser in Fahrt kam und den Wandel vom ineffizienten, eindimensionalen Scorer zum echten NBA-Spieler geschafft zu haben schien, dachte ich mir, dass der Franchise Player der Thunder dieses Leistungsniveau in dieser Saison mindestens beibehalten und damit ein weiterer günstiger Punktegarant sein würde. Der Saisonstart lief jedoch enttäuschend. Durant bringt bisher kaum mehr als seine knapp 20 Punkte pro Spiel auf den Statistikbogen und konnte damit bisher noch nicht einmal seinen FP-Schnitt aus dem letzten Jahr halten. Zu dem Preis eine einzige Enttäuschung, aber ich hab die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben.

Rudy Gay, 7.32 Mio $. Was ich eben über Kevin Durant geschrieben habe, könnte ich jetzt genauso über Rudy Gay schreiben. Unterbewerteter Punktegarant? Bisher alles andere als das. 6.5 FP/Spiel weniger als letztes Jahr - niederschmetternd. Es bleibt ein Funken Hoffnung auf Besserung.

Tayshaun Prince, 5.55 Mio $. Dieser Pick sollte Solidität und Konstanz in mein Team bringen. Prince ist kein Überflieger und mit einer enormen Wertsteigerung war nicht zu rechnen, dafür bringt der Piston in so ziemlich jedem Spiel seine Leistung und ist nie verletzt. Genau diese Rechnung ging bisher sehr gut auf für mich.

Elton Brand, 7.37 Mio $. Der PF, der die Sixers in die Contender-Riege im Osten aufsteigen lassen soll, war eigentlich als Fells in der Brandung meiner Forward-Crew gedacht. Nachdem es Brand nach überstandener Verletzung zum Ende der letzten Saison ruhig angehen lies, was im Endeffekt seinen Preis drückte, schien auch hier ein echter Punktegarant für wenig Asche zu haben zu sein. Umso enttäuschter bin ich von seinen bisherigen Saisonleistungen, die knapp 10 FP/Spiel unter dem liegen, was ich erwartet hatte. Immerhin ist Brand ein absoluter Mainstream-Pick, weshalb ich nicht ganz alleine dastehe. Zudem besteht noch die Hoffnung auf Besserung, denn die bisherigen bescheidenen Leistungen hängen zu einem Großteil damit zusammen, dass Brand noch nicht wirklich bei den Sixers integriert ist.

David Lee, 5.32 Mio $. Als es hieß, dass Mike D’Antoni alles andere als ein Freund von David Lee ist, hatte ich den PF aus New York schon von meiner Spielerliste gestrichen. Als dann aber Eddy Curry völlig außer Form ins Trainingscamp kam und Lee mehr als ordentliche Zahlen in der Preseason auflegte entschied ich mich trotz schlechtem Bauchgefühl dafür, ihn ins Team aufzunehmen. Immerhin ist Mike D’Antonis schnelles Spielsystem dafür bekannt, dass es die Stats vieler Spieler aufblühen lässt. Nachdem Lee im letzten Spiel nur von der Bank kam und bisher ca. 2.5 FP/Spiel weniger als letzte Saison erzielt bin ich langsam davon überzeugt, dass ich besser auf mein Bauchgefühl gehört hätte…

Tyrus Thomas, 2.81 Mio $. Mangelnde Konkurrenz im Front Court, scheinbar sicherer Starter-Posten und gute Preseason-Leistungen - Tyrus Thomas war eine logische Wahl für mein Team. 6 Spiele später und ich bin mir nicht mehr so sicher. Im letzten Spiel kam Thomas nur von der Bank, die Wurfquote beträgt bisher lächerliche 30.8 % und der FP-Schnitt liegt in etwa auf Vorjahresniveau. Da hätte es sicherlich bessere Spieler gegeben.

Center:

Spencer Hawes, 1.27 Mio $. Die Kings befinden sich nach dem Artest-Trade eindeutig im Rebuild-Modus und Jung-Center Spencer Hawes soll ein zentraler Baustein des neuen Kings-Teams werden. Nach starker Preseason führte deshalb an Hawes kein Weg vorbei. Mit aktuell 16.5 FP/Spiel mehr als letztes Jahr ist er bisher einer der Steals der neuen Saison.

Marc Gasol, 0.5 Mio $. Center-Talent, wenig Konkurrenz und sicherer Starter-Posten - Marc Gasol ist ein weiterer Mainstream-Sleeper, der quasi in jedes Team gehört. Ich hab ihn auch und bin logischerweise sehr zufrieden.

Chris Andersen, 0.5 Mio $. Der Backup-Center der Nuggets war für mich vor Saisonbeginn einer der relativ geheimen Sleeper. Miese letzte Saison? Check. Wenig Konkurrenz? Check. Verletzungsanfällige Spieler vor ihm? Check. Andersen war ebenfalls ein logischer Pick für mich, vor allem weil ich von ihm auch als Backup schon ordentliche Leistungen erwartet habe (die er aktuell auch bringt). Gleichzeitig habe ich aber ebenso noch die Spekulation auf eine Verletzung von Kenyon Martin oder Nene - und damit noch bessere Leistungen - im Hinterkopf. So wie ich mein “Glück” kenne wird es aber eher anders herum kommen und Andersen (der ebenfalls als verletzungsanfällig gelten muss) wird sich als erstes verletzen. Naja, hoffen wir das beste…

Fazit: Aktuell befinde ich mich mit meinem Team auf Platz 291. So gut war ich in den letzten beiden Jahren eher selten platziert. Dennoch bin ich bisher nicht wirklich zufrieden mit den Leistungen meiner Spieler. Das betrifft aber vor allem die Forwards. Da habe ich mir von meinen teureren Spielern deutlich mehr erwartet und ich denke diese Erwartungen waren auch bei weitem nicht zu hoch angesetzt.

Umso erfreuter bin ich über meine Sleeper-Auswahl. Bis auf DeMarcus Nelson konnten bisher alle meiner Sleeper die prognostizierten Leistungssteigerungen erfüllen. Nelson wiederum spielt zwar nicht viel und es scheint so als ob sich das auch nicht ändern wird, aber immerhin bringt er ziemlich konstant seine 5 - 6 FP pro Spiel.

Letztendlich hoffe ich, dass sich meine Forwards noch in die Regionen steigern, die man vor der Saison erwarten konnte, während meine Sleeper ihr Niveau annähernd halten. Dann könnte es bis zum Beginn der Trade-Periode mit einem Platz unter den Top-200 vielleicht doch noch klappen.

Dieser Beitrag wurde am Sonntag, 09. November 2008 um 02:40 Uhr in der Kategorie Crossover Managerspiel veröffentlicht und bereits 3,989 x gelesen. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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