Nach Siegen gegen die Memphis Grizzlies und die San Antonio Spurs ging es zu Beginn des 3-Spiele-Road-Trips gegen den amtierenden Champion, die Boston Celtics.
Für beide Teams schien dieses Spiel eine besondere Bedeutung zu haben, was man an der angespannten Athmosphäre und hohen Intensität gut erkennen konnte. Die Celtics wollten der neuen “Big-Three-Konkurrenz” gleich mal zeigen, wo der Hammer hängt.
Doch daraus wurde zu Beginn, als beide Teams mit ihren stärksten Spieler antraten, erst einmal nichts. Erst im letzten Viertel, als die Rockets nur noch ihre 2. Garde ins Rennen schickten, kam der Champion wieder heran. Am Ende brauchten die Celtics dann aber ziemlich viel Glück und zwei schwierige Schiedsrichterentscheidungen zu ihren Gunsten, um die Rockets denkbar knapp mit 90:89 in die Knie zu zwingen.
Erst brachte Celtics-Guard Gabe Pruitt mit einem glücklichen Sprungwurf mit Brett sein Team mit einen Punkt in Führung. Dann jedoch schien es, als ob Luis Scola das Spiel im letzten Angriff per Korbleger entschieden hätte, weil Celtics-Neuzugang Darius Miles diesen erst nach Brettberührung des Balls blocken konnte, doch die Schiedsrichter entschieden, dass dies ganz knapp nicht der Fall war. Ob das wirklich die korrekte Entscheidung war, mag ich aufgrund der miesen Stream-Qualität nicht entscheiden. Fakt ist jedoch, dass es wirklich äußerst knapp war. Nach dieser Aktion war das Spiel allerdings noch nicht vorbei, denn es waren noch 0.4 Sekunden zu spielen und die Rockets hatten Einwurf. Der Ball landete erneut bei Luis Scola, der 4 - 5 Meter vom Korb entfernt zu einem offenen Sprungwurf mit der Schlusssirene kam. Die Schiedsrichter entschieden direkt, dass der Wurf zu spät kam, doch die Replays zeigten, dass man das im normalen Spielverlauf definitiv nicht entscheiden konnte. Nachdem auch die Ref-Crew sich die Zeitlupe angesehen hatte, entschied sie, dass der Korb nicht gültig war. Der Sieg des Champions in einem spannenden Spiel stand fest.
Was kann man als Rockets-Fan aus diesem Spiel für Erkenntnisse sammeln?
1. Tracy McGrady ist auf dem richtigen Weg. T-Mac kam zwar bloß 12 Minuten zum Einsatz, präsentierte sich aber äußerst aggressiv im Zug zum Korb. Innerhalb der kurzen Spielzeit konnte er so 9 Mal an die Freiwurflinie treten und davon 8 Mal verwandeln. Starker Auftritt.
2. Ron Artests Mentalität färbt auf die Rockets ab - im positiven Sinne. Die Rockets spielen aggressiv und lassen sich nicht einschüchtern. Alles jedoch im Rahmen des Erlaubten.
3. Die Rockets kommen häufiger an die Freiwurflinie und verwandeln ihre Freiwürfe hochpronzentig (26/30 vs. Memphis und 40/48 vs. Celtics).
4. Yao Ming kommt zunehmend besser ins Spiel. Gegen die Celtics wirkte alles schon wesentlich runder. 16 Punkte in 24 Minuten sind aller Ehren wert.
5. Chuck Hayes ist ein Beast! Es war äußerst amüsant mit anzusehen, wie Kevin Garnett gegen den Chuckwaggon aufposten wollte und keinen Zentimenter voran kam. Ebenso amüsant war es, wie der Maskenmann der Rockets gegen Ende des Spiels zwei wichtige Freiwürfe traf. Die Freiwurftechnik ist noch immer nicht besser, obwohl Matt Bullard noch einmal bestätigte, dass Chuck im Training eine andere Technik zeigt, mit der er auch besser trifft. Warum das im Spiel überhaupt nicht klappt? Keine Ahnung.
6. Aaron Brooks wird nicht erster Backup-PG der Rockets sein. Punkt. Genausowenig wird es Luther Head werden. Ebenfalls Punkt. Beide Spieler sind für diese Rolle aufgrund ihrer Unsicherheiten und fehlenden Übersicht ungeeignet. Das kann man nach 3 Preseason-Spielen schon definitiv sagen.

























[...] Recap zum Spiel gegen die Celtics sprach ich ja davon, wie hoch die Intensität und wie angespannt die Athmosphäre bei diesem [...]
Pingback: Celtics-Rookie Bill Walker ist ein Punk! – 12. Oktober 2008 @ 15:04